UB-Blog - Weblog der Universitätsbibliothek Dortmund

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Die Universitätsbibliothek 2018

Mittwoch, 03.07.2019 um 15:43 Uhr - 855 Aufrufe

Jahresbericht 2018

Die Bibliothek gibt in ihrem Jahresbericht [1] einen Überblick über die wichtigsten Themen des vergangenen Jahres. Schwerpunkte waren unter anderem die Selbstausleihe in der Emil-Figge-Bibliothek oder die Kooperation mit der Stadt- und Landesbibliothek und dem AStA:

Seit 2018 in der Emil-Figge-Bibliothek die Selbstverbuchung eingeführt wurde, stehen an allen vier Bibliotheksstandorten Ausleih- und Rückgabeautomaten zur Verfügung. In der Emil-Figge-Bibliothek sind die Ausleihzahlen seitdem um 67 % gestiegen.

Wer einen Bibliotheksausweis der Stadt- und Landesbibliothek besitzt, erhält in der Universitätsbibliothek einen kostenlosen Ausweis. Umgekehrt können sich Studierende der TU Dortmund in der Stadt- und Landesbibliothek einen Ausweis ausstellen lassen, ohne eine Jahresgebühr zu bezahlen. 1.225 Studierende haben diese Möglichkeit, die vom AStA der TU Dortmund finanziell unterstützt wird, bis Ende des Jahres bereits genutzt.

Bestellwünsche können jetzt noch schneller erfüllt werden: Die Bibliothek hat mit dem Einsatz eines internen Warenkorb- und Bestellsystems die Bestellvorgänge automatisiert und dadurch den Bestellprozess erheblich beschleunigt. [2]

Im Rahmen der Open-Access-Strategie der TU Dortmund, die sich für die freie Verfügbarkeit wissenschaftlicher Publikationen einsetzt, beriet die Bibliothek 2018 verstärkt zu unseriösen Open-Access-Angeboten sogenannter Raubverlage.

Die Zahl der E-Books hat sich 2018 auf 130.916 erhöht, auf die über 8,2 Millionen Mal zugegriffen wurde. Zum Vergleich: 2017 waren es mehr als 7 Millionen Zugriffe auf 96.000 elektronische Bücher.

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3 Kommentare für “Die Universitätsbibliothek 2018”

  1. NP sagt:

    Bei klassischen Bibliotheken war die dauerhafte Verfügbarkeit sichergestellt. Das alle UB gleichzeitig abbrennen, beklaut werden oder den Titel aussondern ist doch arg unwahrscheinlich. Aber was passiert, wenn die drei großen Verlage ihre Online-Dienste einstellen oder einstellen müssen oder gleich ganz die Toren dicht machen. Zu solchen Fragen liest man leider nie was – nur über die Vorteile.

  2. Joachim Kreische sagt:

    Hallo NP,
    die UB Dortmund ist vor einigen Jahren dem Portico-Konsortium beigetreten, dem auch alle wichtige Verlage beigetreten sind, mit denen wir Lizenzverträge zu E-Books abgeschlossen haben. Portico speichert alle E-Books der Verlage und bietet so eine Absicherung für den Fall, dass die Verlage nicht mehr existieren oder technische Probleme haben. Wenn diese sog. „trigger events“ eintreten, haben wir sofort das Recht, die bei Portico gespeicherten E-Books bereit zu stellen. Für alle kleineren oder nicht kommerziellen Anbieter, die nicht Portico nutzen, wird in Deutschland gerade im Rahmen des Projekts „Nationales Hosting“ eine Infrastruktur geschaffen. Diese baut auf dem LOCKSS-Konzept auf, das weltweit schon von vielen Bibliotheken genutzt wird, um elektronische Inhalte zu sichern. Die UB Dortmund schafft gerade in Zusammenarbeit mit dem Hochschulbibliothekszentrum in Köln eine Lösung für die Inhalte, die auf unserem Repositorium abgelegt sind.

    Damit sind gewiss nicht alle Probleme gelöst, aber wir stellen uns dieser Aufgabe, die nur durch die Zusammenarbeit vieler kommerzieller und nicht-kommerzieller Partner gelöst werden kann.

    Die Sicherung des gedruckten Kulturerbes ist übrigens auch nicht trivial. Hierzu gibt es gerade national eine sog. „Last Copy“-Initiative, die für ein koordiniertes Vorgehen sorgen möchte.

    Viele Grüße
    Joachim Kreische
    – Leiter UB Dortmund –

  3. NP sagt:

    Hallo Herr Kreische,

    danke für die rasche und ausführliche Antwort. Gegen alle Wechselfälle des Lebens kann man sich sicherlich nicht absichern, das ist klar. Ich bin – als regelmäßiger Nutzer älterer Titel – nun beruhigter.

    Grüße

    NP

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